Projektstruktur

Modul 1
Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit bei Produktion und Konsum

Modul 1 strebt eine Vernetzung zu zwei zentralen Konzepten für nachhaltiges Wirtschaften an: dem Konzept des "Nachhaltigen Konsums" - international diskutiert als Sustainable Consumption and Production (SCP) und dem Konzept der verantwortungsvollen Wettbewerbsfähigkeit -  international diskutiert als Responsible Competitiveness. Die Vernetzung wird in fünf Themenfeldern initiiert werden.

1.1
Methodische Querschnittsfragen


Hier sind Aspekte wie Produkt-Innovationsziele aus Verbrauchersicht, Wettbewerbsfähigkeit nachhaltiger Produkte im globalen Massenmarkt, oder internationale Public-Awareness-Kampagnen zu diskutieren. Eine methodische Weiterentwicklung der Lebenszykluskostenrechnung und die Integration sozialer Aspekte werden adressiert.

1.2
Sozialverträgliche Elektronikprodukte


Ziel sind Vernetzungs-Aktivitäten zur umwelt- und sozialverträglichen Elektronikproduktion in Ländern mit strategischer Position auf dem Weltmarkt. Partner sind Netzwerke wie die GeSI-Global e-Sustainability Initiative (GeSI) oder der Electronic Industry Code of Conduct (EICC).

1.3 Rohstoffliche Nutzung biogener Ressourcen

Das Modul dient der Verbreitung von Methoden und Ergebnissen zur energetischen Biomassenutzung in Richtung der rohstofflichen Nutzung biogener – auch aquatischer - Ressourcen. Ein Arbeitsprozess wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Akteure aus der EU und die Ansprache außereuropäischer Forschung werden initiiert.

1.4 Nachhaltige Transformation touristischer Dienstleistungen

Die Integration von Nachhaltigkeits- und Tourismusforschung sowie Konsum- und Marketingforschung steht im Mittelpunkt. Der Transfer sozial-ökologischer Methoden zur nachhaltigeren Produkt- und Marktgestaltung soll einen Beitrag zu langfristiger Wettbewerbsfähigkeit leisten.

1.5 Verantwortungsvolle Wettbewerbsfähigkeit

Ist gesellschaftlich verantwortliches Handeln in Unternehmen und Branchen Hemmschuh oder Treiber für die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Wirtschaftsraums? Zu diesem Thema wird sowohl die  Vernetzung europäischer Akteure wie auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Wirtschafträumen angestrebt .

Modul 2
Systeminnovationen und Transition Management

Nachhaltige Entwicklung erfordert Struktur-Innovationen in Sektoren wie Energie, Mobilität, Ernährung oder Wohnen. Problematische Produktions- und Konsummuster werden durch etablierte Regime stabilisiert, in denen Technologien und Infrastrukturen mit gesellschaftlichen Institutionen, Leitbildern und Interessen verknüpft sind. Neuen Produkten und Organisationsformen wird dadurch der Durchbruch verwehrt. In Workshops zum  „transition management“ werden neue Politikansätze untersucht und weiter entwickelt, um nachhaltigen Systemwandel zu gestalten.

Modul 3
Konfliktmanagement in Infrastrukturprojekten

Modul 3 fokussiert die Öffentlichkeitsbeteiligung ebenso wie die Beteiligung von Stakeholdern bei großen Infrastrukturvorhaben - vorrangig im Bereich von Flughafenausbauten und nuklearer Endlager. Modul 3 initiiert ein europaweites Netzwerk von Experten und Institutionen, die im Bereich moderierter Stakeholderprozesse zur Konfliktsteuerung aktiv sind. Die Arbeit wird sich wesentlich auf zwei Aspekte konzentrieren: (1) Das Zusammenspiel zwischen formaler Planungs- und Zulassungsverfahren und informaler Beteiligungsprozesse und (2) die Ermittlung methodischer und prozeduraler Anforderungen an eine umfassende Wirkungsanalyse zur sozialen und ökonomischen Entwicklung der Region und mögliche Minderungs- und Kompensationsmaßnahmen.